Basispass - Pferdekunde

Der Basispass ist ein eigenständiges Abzeichen und – ganz wichtig – das Reiten, Fahren oder Voltigieren ist nicht Gegenstand des Abzeichens. Es dreht sich alles um das Erlernen der Grundlagen im fachgerechten Umgang mit dem Pferd. Dazu gehören im Wesentlichen die Kenntnisse über die Bedürfnisse des Pferdes, dessen Haltung und Pflege. Grundlagen, die jeder Pferdefreund selbstverständlich beherrschen sollte und die ihm helfen, Pferde besser zu verstehen und sich ihnen besser verständlich zu machen.

 

Der Basispass Pferdekunde spricht damit auch folgende Zielgruppe an: Jene, die nicht sportlich mit dem Pferd umgehen. Das sind beispielsweise die Eltern reitender Kinder oder nichtreitende Partner von Pferdesportlern, die damit auch Umgang mit dem Pferd ihres Kindes oder Partners haben. Oder einfach Menschen, die gerne mit Pferden umgehen möchten.

 

In diesem Sinne sollten Sie den Basispass Pferdekunde als ein Abzeichen sehen, das zum einen zu Ihrer Fortbildung und damit auch zum Wohlbefinden des Pferdes in seiner vom Menschen bestimmten Umgebung beiträgt. Zum anderen ist der Basispass wie alle Abzeichen eine Motivation für jeden Pferdefreund, sich ständig für den alltäglichen und sportlichen Umgang mit dem Partner Pferd weiterzubilden.

Der Basispass Pferdekunde ist zudem Voraussetzung für den Erwerb von unter anderem der ersten Gelände- oder der Deutschen Abzeichen.

Inhalte: 


1. Teilprüfung: Praktischer Umgang mit dem Pferd 

  • Pferdeverhalten erkennen, Ansprechen und Annähern an das Pferd, geradeaus Führen von beiden Seiten, Halten an einem vorgegebenen Punkt, Anbinden, das angebundene Pferd zur Seite weichen lassen, Passieren anderer Pferde, Gangmaßwechsel im Schritt, Slalom, Traben auf gerader Linie, Rückwärtsrichten,    Dreiecksvorführung (Anforderungen Bodenarbeit siehe RA 6 & RA 7) 
  • Pferdepflege einschließlich Anlegen von Beinschutz, Ausrüsten des Pferdes einschließlich Aufzäumen und Satteln, Box- und Paddockpflege, Mithilfe/Grundsätze/Sicherheit beim Verladen, Loslassen des Pferdes in die Weide oder den Paddock 


2. Stationsprüfungen 
An jeder Prüfungsstation demonstriert der Bewerber seine praktische Handlungsfähigkeit im jeweiligen Themengebiet und begründet die Zusammenhänge. 

 

a) Pferdeverhalten und Umgang mit dem Pferd einschließlich Bewegung 

  • Entwicklungsgeschichte, Pferdeverhalten und verhaltensgerechter Umgang mit dem Pferd einschließlich Bewegungsbedürfnis, Charakterbeurteilung und Verhaltensabweichung 
  • Sicherheitsaspekte und Unfallverhütung, einschlägige Bestimmungen des Tierschutzgesetzes 
  • Transportieren von Pferden 
  • Identifizieren von Pferden mittels Farbe, Geschlecht, Abzeichen und Brandabzeichen 

b) Fütterung und Fütterungstechnik